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#156 Alles Coin, Nichts Muss Insights
Hyperliquid in der Klemme, Polymarket hat Probleme und Real Economic Value von Ethereum - das erwartet dich in Folge 156!

#156 Alles Coin, Nichts Muss Insights
Moin und Servus,
es ist Folge 156 von Alles Coin, Nichts Muss, die mal wieder unterstützt wird von unseren Freunden bei Bitpanda.
Überblick
Bei Hyperliquid jagt gerade eine Negativschlagzeile die nächste. Nach dem Exploit vor zwei Wochen wurde der Platzhirsch unter den dezentralen Perp-Exchanges erneut von einem Krypto-Wal attackiert. Doch diesmal schlägt Hyperliquid zurück – und zeigt dabei sein wahres Gesicht. Wie das aussieht, diskutieren Julius Nagel und Florian Adomeit in dieser Folge von Alles Coin, Nichts Muss.
Wer denkt, damit sei die Shitstorm-Front abgearbeitet, hat die Rechnung ohne Polymarket gemacht. Dort sorgt aktuell die fragwürdige Auflösung mancher Wetten für hitzige Diskussionen – und dafür, dass sich der ein oder andere Zocker um seine wohlverdiente Gambling-Kohle gebracht fühlt.
Abseits davon gibt’s aber auch Lichtblicke: OpenAI haucht dem Memecoin-Casino zumindest kurzfristig neues Leben ein, die US-Stablecoin-Regulierung macht Fortschritte, und Robinhood glänzt mit skurrilen Produktideen – darunter ein Bargeld-Kurier. Außerdem scheint die Demokratisierungswelle jetzt auch den VC-Markt zu erfassen. Und Julius hat ein neues Framework dabei, mit dem sich der echte wirtschaftliche Wert von Ethereum & Co. besser greifen lässt.
Takeaways
Neues Segment & Marktüberblick: Julius schlägt ein 5-Minuten-Marktsegment mit Charts vor – Feedback gern im Discord oder in den Kommentaren. Bitcoin testete 89.000 USD, fiel auf 85.000 zurück; ausgewählte AI-, Meme- und DeFi-Coins liefen gut, während Unsicherheit rund um US-Strafzölle bleibt.
OpenAI & der Ghibli-Memecoin: OpenAIs neues Bildmodell erzeugt Ghibli-artige Bilder – der Stil ging viral, inklusive eines Memecoins mit kurzfristigem Hype und 30 Mio. USD FDV. Rechtliche Risiken wegen möglicher Ghibli-Klagen stehen im Raum.
Memecoin-Comeback? Einzelne Tokens wie Ghibli oder Fartcoin performten stark, doch Julius bleibt skeptisch. Aufmerksamkeit und Liquidität konzentrieren sich auf wenige Projekte, der Rest wird meist schnell abverkauft.
Stablecoin-Regulierung im Anmarsch: Ein möglicher US-Gesetzentwurf bringt klare Vorgaben für Stablecoin-Backing und schließt Yield- oder algorithmische Modelle aus. Das dürfte USDT und USDC stärken, während neue Projekte es schwer haben.
Robinhood will Bargeld liefern: Robinhood kündigt einen Bargeld-Kurier an, der via App verfolgbar ist. Die Idee wirkt wie ein Kontrast zu Stablecoins, wird aber als unnötig und wenig alltagstauglich wahrgenommen.
Demokratisierung von VC-Deals: Plattformen wie Echo und Legion ermöglichen erstmals breiteren Zugang zu Frühphasen-Venture-Investments im Kryptobereich – kleinere Investoren können sich über Gruppen an Deals beteiligen, ähnlich wie bei Angelist in der traditionellen VC-Welt. Während Flo skeptisch ist, ob auf solchen Plattformen wirklich hochwertiger Dealflow entsteht, sieht Julius darin eine spannende Chance, den VC-Markt für Communities zu öffnen und frühen Support zu belohnen.
Angriff auf Hyperliquid durch Jelly-Short: Ein Akteur eröffnete eine 4 Mio. USD Short-Position auf den Meme Coin Jelly auf Hyperliquid, während der Preis auf anderen Börsen künstlich nach oben getrieben wurde – die Position wurde liquidiert und vom HLP Vault übernommen, der zwischenzeitlich mit bis zu 15 Mio. USD im Minus lag. Hyperliquid reagierte mit einem Auto-Deleveraging, schloss die Position zu einem Oracle-Preis von 0,09 USD und machte dadurch sogar Gewinn, während die Angreifer Verluste erlitten und andere Nutzer entschädigt wurden.
Zentralisierung & Reputationsschaden: Die Maßnahme löste einen Aufschrei aus – Hyperliquid wurde vorgeworfen, willkürlich gehandelt und zentrale Kontrolle ausgeübt zu haben, was dem Selbstbild einer dezentralen Plattform widerspricht. Flo und Julius sehen das Vorgehen unterschiedlich: Einerseits wurde ein Systemkollaps verhindert, andererseits zeigte das Debakel Schwächen im Risikomanagement und wirft Fragen zur tatsächlichen Dezentralität auf.
Probleme bei Polymarket & UMA: Ein Markt zu einem Ukraine-Abkommen wurde trotz Unsicherheiten mit „Yes“ aufgelöst – offenbar durch gezielte Abstimmung einzelner UMA-Tokenholder bei geringer Voting-Beteiligung. Der Fall zeigt die Schwächen dezentraler Prediction Markets, wenn Marktformulierungen Interpretationsspielraum lassen und Oracles wie UMA manipulierbar wirken.
Gute Nacht Geschichte: Julius stellt ein neues Analysekonzept von Blockworks Research vor: den „Real Economic Value“ (REV) als umfassendere Methode zur Bewertung von Blockchain-Netzwerken. Die Grundidee: Statt nur Gebühren im Protokoll zu betrachten, fließen auch externe Einnahmen wie MEV-Tipps ein – so entsteht ein ganzheitlicheres Bild vom wirtschaftlichen Wert, der innerhalb eines Netzwerks entsteht.
Video
Links
Polymarket-Drama: https://x.com/Domahhhh/status/1905258184635248684
Alles Coin Discord: https://discord.gg/9NZFcGGPSg
Alles-Coin-Wiki: https://beezly.co/podcast/alles-coin-nichts-muss
Tutorial zum Alles-Coin-Wiki: https://youtu.be/QNkZM4tPetA?si=ocD8IjmD6TtpFu0D
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